Farbe bekennen
Der Gemeinderat - man glaubt es kaum - gibt sich im Fall Dorfstrasse äusserst wortkarg. Genau das Gremium, das immer wieder betont, wie wichtig die Zufriedenheit und die Sicherheit der Bürger und Bürgerinnen ist.
Da wäre eine klitzekleine Angelegenheit. Gemäss Verordnung des Bundes über Tempo-30-Zonen ist er verpflichtet, dass die angeordnete Höchstgeschwindigkeit eingehaltet wird. Wurde dies nicht erreicht, sind weitere Massnahmen zu ergreifen, damit die angestrebten Ziele erreicht werden. Wir warten seit der Verkehrsmessung 2008 auf diese Massnahmen. Ab Mai 2010 hat er ohne Verständigung den Kontakt zu uns abgebrochen. Er beantwortet unsere Anfragen nicht mehr. Im Juli 2010 wurde ihm ein Massnahmenkonzept übergeben, welches auch den Sicherheitsstandart der Tempo-30-Zone der Dorfstrasse garantieren soll. Er hat bis heute nicht geantwortet. Am 29. November 2010 wurde an der Gemeindeversammlung das Lkw-Verbot beschlossen. Ende Januar 2011 fragten wir bei ihm nach, da weder das Verbot realisiert noch Informationen an uns übergeben wurden. Er hat bis heute nicht geantwortet.
Nun gut, lieber Gemeinderat. Sie kennen, auch aufgrund unserer vielen schriftlichen Mitteilungen, die Verkehrssituation in der Dorfstrasse. Anscheinend stört Sie der massive, tägliche Durchgangsverkehr nicht. Auch die chronischen, täglichen Geschwindigkeitsübertretungen scheinen Sie nicht zu beängstigen. Dass die Bevölkerung dadurch in Sachen Sicherheit und Wohnqualität diskriminiert wird, auch dies schockiert Sie nicht. Sie offerieren viel lieber den auswärtigen Lenkern die ungehinderte Durchfahrt durch ein Siedlungsgebiet, anstatt die betroffene Bevölkerung davor zu schützen. Klar. Das sind nur unsere Vermutungen, denn eine entsprechende Stellungsnahme ihrerseits bleibt natürlich aus.
Hauptsache: Sie alle als unsere Volksvertreter haben eine gute Zeit.
