Die strenge Justitia
Am 07.09.2011 fand ein Meeting zwischen der IG eDoD und der Kantonspolizei Zürich in der Dorfstrasse statt. Hauptthema: „Reduktion des Durchgangsverkehrs bzw. Steigerung der Sicherheit der Anwohner“. Es war eine äusserst ernüchterne Erfahrung. Dass die Dorfstrasse als Abkürzung vom Durchgangs- und Schleichverkehr benützt wird sei zwar ärgerlich und unschön, räumt Herr Brändle von der Kantonspolizei ein, aber dieses Schicksal muss nun mal von den Anwohnern getragen werden. Skandalös!
Herr Brändle von der verkehrstechnischen Abteilung der Kantonspolizei beurteilt die Verkehrssituation der Dorfstrasse für die Anwohner und Schüler als nicht sicherheitsgefährdend. Aus diesem Grund lehnt die Kantonspolizei Fahrverbote jeglicher Art, inkl. des Lastwagenverbots, kategorisch ab. Die Sicherheit der Bevölkerung sei mit der realisierten Tempo-30-Zone sowie mit dem einseitig geführten Gehweg garantiert. Spielende Kinder sowie Begegnungen der Anwohner seien in der Tempo-30-Zone nicht erwünscht. Aus Sicht der Kantonspolizei soll die Funktionalität der Strasse in erster Linie dem motorisierten Verkehr zur Verfügung stehen.
Weiter würde ein Fahrverbot mit Anwohnerberechtigung den Verkehr auf der Hauptachse Hochstrasse/Hittnauerstrasse zum Erliegen bringen. Zudem entstände in anderen Strassen automatisch der Anspruch für ein gleiches Fahrverbot. Dass die Dorfstrasse als Abkürzung vom Durchgangs- und Schleichverkehr benützt wird sei zwar ärgerlich und unschön, räumt Herr Brändle ein, aber dieses Schicksal muss nun mal von den Anwohnern getragen werden.
Selbst ein tödlicher Unfall würde an dieser Strategie nichts ändern, lässt sich Herr Brändle zitieren. Auch die gefährliche Ein- bzw. Ausfahrt über den Radweg Seite Hochstrasse, welchen das Amt für Verkehr für die Radfahrer sicherer gestalten will, rechtfertigt eine Verminderung des Durchgangsverkehrs nicht.

