Tragödie in Ittigen BE


Bei der Bushaltestelle Kappelis­acker in Ittigen brennen Kerzen, Abschiedsbriefe flattern an einer Schnur, ein Foto des Verunfallten steht neben Plüschtieren und einem Engel aus Keramik. Ein kleiner Junge wurde von einem Lastwagen überrollt. Auch die Dorfstrasse ist für viele Kinder der tägliche Weg in die Schule und den Kindergarten. 3600 Fahrzeuge verkehren pro Tag durch die siedlungsorientierte Dorfstrasse, welche vom Transit- und Schleichverkehr als günstige Abkürzung bevorzugt wird. Darunter befinden sich auch viele durchfahrende Lastwagen und Lieferwagen.


Sie zeugen von dem tragischen Unfall, der sich am Mittwochmorgen ereignet hat: Gerade als der Zweitklässler Aharan auf dem Weg zur Schule den Fussgängerstreifen überqueren wollte, fuhr ein Lastwagen rückwärts aus einem Parkplatz. Das Auto überrollte den kleinen Jungen aus Sri Lanka, der erst vor vier Tagen seinen achten Geburtstag gefeiert hatte. Aharan war sofort tot.

Auch die Dorfstrasse ist für viele Kinder der tägliche Weg in die Schule und den Kindergarten. Skandalös bleibt die Tatsache, dass die verantwortliche Behörde die Sicherheit der Kinder auf ein gefährliches Minimum setzt. 3600 Fahrzeuge verkehren pro Tag durch die siedlungsorientierte Dorfstrasse, welche vom Transit- und Schleichverkehr als günstige Abkürzung bevorzugt wird. Darunter befinden sich auch viele durchfahrende Lastwagen und Lieferwagen. Die IG eDoD verlangt seit 2008 vom Gemeinderat, die Sicherheit der Bevölkerung, insbesondere der Kinder, zu erhöhen. Der Transitverkehr muss rigoros über die dafür vorgesehene Transitachse der in unmittelbarer Nähe gelegenen Kantonsstrasse geleitet werden. Der Gemeinderat teilt diese Vision aber noch immer nicht. Kommentar der Verantwortlichen: der Sicherheitsstandart der Dorfstrasse sei mit der aktuellen Verkehrssituation voll und ganz gewährleistet. Hauptsache der Gemeinderat senkt dafür lieber die Steuern und erhascht gute Publicity. Die IG eDoD gutiert dieses Vorgehen nicht und zeigt sich schockiert. "Macht endlich mal etwas für die Verkehrsberuhigung in diesem dichten Siedlungsgebiet!", ist aus der Bevölkerung hörbar.

Die IG eDoD verspricht allen Familien im Quartier, weiter für die Sicherheit ihrer Kinder zu kämpfen. Die Dorfstrasse muss beruhigt werden - der Durchgangsverkehr hat hier einfach nichts verloren. Wir alle wollen keine gleiche Tragödie wie in Ittigen. Die IG eDoD spricht der Trauerfamilie von Ittigen ihr tiefstes Beileid aus.