Gemeinderat gegen Bevölkerung
Dieser Standartkommentar kommt leider immer wieder. In der letzten Stellungsnahme des Gemeinderates war erneut eine Version davon zu lesen. Bruno Erni, Gemeindepräsident, formulierte die immer gleiche Kernbotschaft dieses Mal so: "Die Begehren der IG eDoD sind bekannt: die Sanierung der Dorfstrasse fand vor einiger Zeit mit entsprechendem Aufwand statt."
Welche Sanierung bitte? "Die Gestaltung der Strasse entspreche den heute gültigen Normen", behauptet Erni. Belege dafür hat er nicht, gibt es auch nicht: in den letzten fünf Jahren fanden keine Sanierungsarbeiten statt - die Strassenfläche ist auch heute noch zu breit, die Gehwege zu schmal und zusätzliche verkehrsberuhigende Elemente existieren notabene nicht. Im Gegenteil: die Dorfstrasse wird vom Durchgangsverkehr überschwemmt - das Aufkommen steigt von Jahr zu Jahr kontinuierlich. Von daher gibt es null Grund, die von der IG eDoD geforderten Massnahmen nicht umsetzen zu wollen. Die Dorfstrasse hat ein reines Verkehrsproblem - das man auch mit dem vom Gemeinderat viel zitierten Gesamtverkehrsprojekt nicht kurzfristig lösen kann. Im Gegenteil: bis dieses Gesamtverkehrsprojekt vom Kanton umgesetzt wird (wenn überhaupt) werden noch viele Jahre vergehen. Und die Navigationsgeräte leiten die Lenker weiter ungehindert durch die Tempo-30-Zone. Der Gemeinderat muss im Fall der siedlungsorientierten Dorfstrasse unbedingt schneller reagieren, und einen grossen Teil selber umsetzen. Punkt. Vielleicht sollte die Pfäffiker Behörden endlich die Fakten akzeptieren und im Sinne ihrer Bevölkerung und Steuerzahler agieren.
