Gemeinderat gegen das Lastwagenverbot


Der Gemeinderat äussert sich zwar nicht offiziell gegen das Lastwagenverbot in der Dorftsrasse. Wer aber zwischen den folgenden Zeilen liest, dem wird schnell klar, dass der Gemeinderat nichts von einem solchen Verbot hält.

An der Gemeindeversammlung vom 25. März 2013 beantwortete der Gemeinderat unsere Anfrage betreffend des vom Souverän im November 2010 beschlossenem Lastwagenverbot:



Der Gemeinderat beurteilt das Lastwagenverbot weiterhin nicht als Einzelmassnahme sondern im Zusammenhang des Gesamtverkehrskonzeptes. Dessen Realisierung ist aber zum heutigen Zeitpunkt mehr als ungewiss. Die Massnahme "Lastwagenverbot", im 2010 noch in der Kurzfristplanung, wird deshalb neu in einem mittel- bis langfristigen Realisierungdhorizont eingestuft. (Anm. IG eDoD: in Zahlen ausgedrückt heisst das in 10 oder mehr Jahren!!!)

Der Gemeinderat wusste weiter zu erläutern, dass aus seiner Sicht ein Lastwagenverbot für die Dorf-/Geenstrasse nicht gerechttfertigt sei. In den letzten fünf Jahren wurden gem. Aussage Gemeinderat weitere Verkehrsberuhigungselemente in der Dorfstrasse eingebaut (Anm. IG eDoD: zwischen 2008 - 2013 keine baulichen Massnahmen erfolgt!). Diese Massnahme dürfte dazu beigetragen haben, dass sich die Attraktivität für die Durchfahrt reduziert hat. (Anm. IG eDoD: 2008 = 2400 Fahrzeuge / 2011 = 3600 Fahrzeuge pro Tag. Die Zahlen basieren auf Messresultate im Auftrag der Gemeinde Pfäffikon ZH). Zudem besteht ein erheblicher Anteil des Schwerverkehrs aus Postautofahrten und Lastwagenfahrten, welche ihr Ziel im Quartier haben und die auch bei einem Lastwagenverbot nicht wegfallen würden. (Anm. IG eDoD: spricht der Gemeinderat tatsächlich von der gleichen Dorfstrasse in Pfäffikon ZH, denn die Realität weicht auch hier extrem von derjenigen Beschreibung des Gemeinderates ab.). Aufgrund der Ausführungen will der Gemeinderat auf das Lastwagenverbot wie aber auch auf eine allgemeine Verkehrsberuhigung in der siedlungsorientierten Tempo-30-Zone mit Schule und Kindergarten für die nächsten Jahren verzichten.

Die IG eDod ist ab dem Demokratie-Verständnis Seitens des Gemeinderates mehr als erstaunt. Der Gemeinderat agiert mit überlegter Absicht gegen den Volksentscheid!