eigenartiges Demokratieverständnis des Gemeinderates
Die «Perle am Pfäffikersee» hat keine leichten Jahre hinter sich. 2008 war die Schulpflege in der Gemeinde Pfäffikon ZH nach Vorwürfen wegen der Verschwendung von Steuergeldern und Mobbings nicht mehr handlungsfähig. Im September 2011 erschoss ein Mann aus Kosovo seine Frau und die Leiterin des Sozialamts. Im Juli 2012 starb die Sozialvorsteherin, Gemeinderätin Ursula Angst. Im August 2012 trat Gemeinderat Hirschi zurück, nachdem ihm der restliche Gemeinderat sein Dossier entzogen hatte.
Aktuell zeigt der Gemeinderat ein eigenartiges Demokratieverständnis, indem er das vom Volk beschlossenen Lastwagenverbot der Dorfstrasse auf biegen und brechen verhindern will. In der Vernehmlassung zum Lastwagenverbot befürworten über 65 Prozent der befragten Personen in Pfäffikon dieses Projekt. Ausser der SVP sprachen sich auch alle politischen Parteien dafür aus. An der Gemeindeversammlung im November 2010 wurde das LKW-Verbot vom Volk schliesslich auch deutlich angenommen. Diese Massnahme floss damals in die kurzfristige Planung (Realisierung bis spätestens in fünf Jahren. An der Gemeindeversammlung vom 25. März 2013 teilte der Gemeinderat auf Anfrage der IG eDoD, weshalb das LKW-Verbot noch immer nicht umgesetzt wurde, mit, dass diese Projektierung nun in die mittel- und langfristige Planung integriert wurde. (Realisierung frühestens in 10 bis 20 Jahren!). Die Demokratie wird in Pfäffikon ZH mit Füssen getreten. Dieses unseriöse Politik-Verzögerungsgequake muss endlich gestoppt werden!
